Konzert in der Schlosshalle am Samstag, den 20. Oktober um 19:00 Uhr

Ende des 17. Jahrhunderts stieg London zum bedeutendsten Finanzzentrum der Welt auf. So kamen auch viele bedeutende Musiker dorthin, die das ausgesprochen reichhaltige und vielfältige bürgerliche Konzertleben der Metropole bereicherten. Vor allem Italiener waren stark gefragt, aber auch einige deutsche Musiker waren hier vertreten. Alle aber richteten sich in dem, was sie musizierten und komponierten, nach dem Lebensgefühl und den Vorlieben dieser Stadt, die zum großen melting pot wurde. Davon erzählt unser Programm

Von Barock bis Folk – Musik aus dem Schmelz-Tiegel London

LA RISONANZA Potsdam:
Markus Catenhusen, Barock-Violine
Franziska Borleis, Barock-Violoncello
Susanne Catenhusen, Cembalo

Nach der Zeit des großen Henry Purcell war es ganz besonders Georg Friedrich Händel, der mit seiner italienischen Gesanglichkeit den Stil der Stadt prägte. Den Beginn des Programms setzt Antonio Maria Veracini, der von 1733 bis 1744 in der Stadt weilte. Seine 1744 erschienene Sammlung Sonate accademiche zieht die Summe aus der exzentrischen Virtuosität und volkstümlichen Gesanglichkeit dieser Ära.
Der Italiener Nicola Matteis richtete sich dagegen mehr nach dem, was die Londoner Bürgerlichkeit hören wollte: er ist bekannt für seine Suiten mit volkstümlich anmutenden, eingängigen Tanzliedern, den Ayres, von denen er 4 Bände herausgab.
Dass Airs in England eine lange Tradition haben, zeigen Cembalostücke von William Byrd aus dem Beginn des 17. Jh. Besonders beliebt waren darüber hinaus wirkungsvolle Variationen, die divisions on a ground, mit denen sich Violinvirtuosen wie Thomas Baltzar und andere brüsteten.

Natürlich wird auch dieses Programm wieder unterhaltsam und lehrreich moderiert.

Der Eintritt beträgt 20 €, erm. 10 €, Reservierungen unter 039956/20014‬

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